"Satz des Pythagoras"-   

Bekannte  vs. cohaerentische Betrachtung

Bekannte Betrachtung:

Heute wird anhand sehr  vieler verschiedener  Konstruktionsbildern    der Satz des Pythagoras erklärt und bewiesen. Da die originale euklidische, rein geometrische Bweisführung zur Satzaussage c2= a2 + b2 etwas Ausdauer von den Lernenden erfodert,  wird heute die Beweisführung  oft in Lehrbüchern und Lexika anhandes des  folgenden linken Bildes geführt. Dabei spielen die Begriffe "Zerlegen" und "Zusammenfügen" eine wesentliche Rolle. Allein damit ist aber nur schwer nachzuvollziehen und zu verstehen, warum  c= a2 +b2 gilt.

Bei dieser häufig genutzten Schulbuch-Methode wird  die  Satz-Aussage, "Im rechtwinkligen Dreieck ist die Flächensumme der beiden Kathentenquadrate gleich der Flächengröße des Hypotenusenquadrates"   nicht allein  anhand des obigen linken Kostruktionsbilder  geführt.   Dafür bedarf es  noch zusätzlichen arithmetischen-algebraischen Wissens.  Das erforderliche zusätzliche Berechnen wird mit Wissen  zum binomischen Lehrsatz (a+b)2 realisiert.

Cohaerentische Betrachtung 

Die cohaerentische Betrachtung ist auf anschaliche Zusammenhänge gerichtet, die in einem Bild für Satzaussage und Satzbeweis vereint sind. Zusammenhangschwerpunkt sind hier:

  1. Flächenerhaltende   Drehung eines Rechtecks um einen Rechteckpunkt

                  ( Obiges  rechtes und nachfolgendes  Konstruktionsbild)

  2. Flächenerhaltende Gestaltwandlung vom Rechteck zu einem anderen Rechteck,

Beschreibung zur  Drehung und Gestaltwandlung:

Beide  benannten obigen  Konstruktionsbilder zum "Satz des Pythagoras" nutzen  flächenerhaltendes  Zusammenhangwissen  zu Drehung und Gestaltwandlung. Beim ersten Bild (oben rechts) ist die Reihehenfolge der ausgeführten Aktivitäten  Drehen der Kathetenquadrate und dann die Gestaltwandlung vom Quadrat in Rechtecke mit Langseite c=AB. Beim voran gegangenen   Bild ist  die Reihenfolge "Gestaltwandlunge  von  den Kathetenquadraten a2 und b2   zu zwei roten und grünen Rechtecken" mit Langseiten c=AB und dann nachfolgender Drehung dieser beiden grünen nd roten  Rechtecke in das Hypotenusequadrat cdeutlich hervor. Beide obige Konstruktionen lassen die beiden flächenerhaltenden Operationen sehr deutlich her.  Eine zusätzliche arithmetisch-algebraische Berechnung für die Beweiseinsicht c2=a2+b2 ist hier nicht erforderlich. Die zu  beweisende  Einsicht  zur Satz-Aussage   c2 =a2+ b2  kann besonders anhand des voran gegangenen Bildes anschaulich nachvollzogen werden. Unterstützt wird dies jeweils durch die Gleichungen rechts neben den Konstruktionsbildern. Mit diesen beiden obigen abstrakten Modelleni zu Zusammenhängen des Drehens und des Gestaltwandelns  läßt sich die beliebige Abfolge der flächenerhaltenden Aktivitäten  Drehen  und Gestaltwandeln  erkennen.

 

 

3.  Flächenerhalt bei beim parallelen Punkt- oder Seiten-Verschieben über einer Grundlinie

                 Bildbeispiel zur parallelen  Punktverschiebung bei einem Dreieck über der Grundlinie

      

 

                   Bildbeispiele zur Seitenverschiebung eines Parallelogramms über einer Grundliene:

Beim vorigen Bild   fließt Verstehen zum Satz des Pythagoras in die Gleichungen rechts neben der Konstruktion.. In diesen Gleichungen tritt  die Abfolge der Operationen der  Verschiebungen des grünes  und des rotes Parallelpgramms nochmal deutlich  hervor.

Prinzip von Cavalieri 

Das nachfolgende Bild weist eine Verwandtschaft  zum  "Prinzips von Cavalieri" auf und dieses wiederum eine Verwandtschaft zum  schon in der Antike bekannten Wissen zum parallelen  Verschieben   über einer Grundlinie zwischen parallelen Geraden..

Beim Prinzip von Cavallieri wird die Streifenzerlegung  quasi bis  zur verschwindenden Streifenbreite fortgesetz.

    

 4.  Flächenerhalt bei Gestaltwandlung 

  • Dreieck -> Dreieck -> Rechteck ->Rechteck -> Quadrat -> Kreis.-> Quadrat -> Rechteck -> Dreieck     

       Bildbeispiel zur   Gestaltwandlung hin zu mehr Symmetrie

       Rechteck zum flächengleichen, mehr symmetrischen  Quadrat:

 

 Bildbeispiel zur Methoden-Kombination:

 Die Summe der beiden  Kathetenqudrate a2 und b2  ergibt ein Summerechteck AEFK. Dessen flächengleiche Gestaltwandlung führt hin zum mehr symmetrischen  Quadrat AHLM.  welches gleichgroß wie das  Hypotenusenquadrat c2 sein soll.   Ist Seite AB=AH, dann ist auch mit dieser Methodenkombination der Satz des Pythagores als richtig bewiesen.

 

 

 

Weitere Beispiele zur Summe zweier Quadrate = Summe-Quadrat  =   c= a2 + b2

Die beiden folgenden Kostruktionensbilder zeigen das gleiche Kohärenzsystem für zwei verschiedene Grössenkonstellationen.

Gegeben sind ein rechtwinkliges Dreieck mit Seiten a, b, c (= Halbrechteck) links im Hypotenusequadrat c2 

Gesucht ist das ganzheitliche  Kohärenzsystem zu c2= a2 + b2, welches sich im Wasentlichen im Umkreis des Hypotenusequdrates befindet und ohne  zusätzliche arithmetisch-algebraische Berechnung , wie bei der euklididschen Betrachtung, die Beweiseinsicht zu c2=a2+b2, ermöglicht. Auch hier ist bei  bei  cohaerentischen Betrachtung  keine zusätzliche arithmetisch-algebraische Beweisberechnung erforderlich.  Die zu  beweisende  Einsicht  zur Satz-Aussage   c2 =a2+ b2  kann hier allein anhand des  Bildes anschaulich nachvollzogen werden.  Die Gleichungen rechts neben der Konstruktion  sind das abstrakte Abbild der hier konstruierten Zusammenhänge. Mit ihnen lassen die Abfolge der Operationen Drehung und Gestaltwandlung leichter nachvollziehen.

  

 

 

Diese gezeichnete cohaerentischen Konstruktionen sind anschaulich nachvollziehbare  Beweise  zum Satz des Pythagoras. Sie fallen  durch ihre Kürze auf.  Der Beweiskern ist  die Symmetrie.   Die Flächengleichheit wird durch  die gestrichelten Strecken=Rechteck-Diagonalen = Symmetriegeraden für die  links und rechts zu ihr  liegenden gleiche  Flächengrössen wahrnehmbar. Ganz ohne numerisches Rechnen.

 

 

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